Verehrte Interessierte,

hiermit möchten wir Sie/Euch auf die nächste Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung Inclusive Religions?! hinweisen:

Mittwoch, 15. November 2017, 16.00-18.00 Uhr, Edmund-Siemers-Allee 1, Ostflügel, Raum 221

Dr. Katrin Moeller, Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt, Universität Halle-Wittenberg
Der benachteiligte Mensch als Wechselbalg? Zur historischen Kontextualisierung des Diskurses um benachteiligte Gruppen zwischen Martin Luther, Hexenglauben und Alltag

Im Jubiläumsjahr der Reformation sind die Werke und Leistungen Martin Luthers intensiv gewürdigt worden. Zugleich gab es auch sehr kritische Töne: War Martin Luther ein Antisemit, Frauenfeind und ein Verfechter der Euthanasie? Solche Vorwürfe wurden in den 1960er und 1970er Jahren erhoben, weil die Nationalsozialisten ihr Euthanasieprogramm unter ande-rem mit einem Hinweis auf Luther legitimiert hatten. Letzterer hatte die Tötung eines Wechselbalgs gefordert. Eine Kontextualisierung in die Zeit von Magieglauben und aufkommender Hexenverfolgung soll nach dem gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit besonderer Beeinträchtigung in der Frühe Neuzeit fragen und Luthers Haltung einordnen.

Solidarische Grüße,

Das ZeDiSplus-Team


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