Zentrum für Disability Studies (ZeDiS)Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) Das Rauhe Haus Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

Inhalt

Intersektionalität. Ursprünge, Ansprüche und gegenwärtige Relevanz

Lehrbeauftragte: Doris Gerbig

Kompaktseminar, Vorbesprechung: Do., 12.04.2018, 13.30-15.00 Uhr

Fr., 11.05.2018, 10.00-17.00 Uhr; Sa., 12.05.2018, 10.00-17.00 Uhr
Fr., 22.06.2018, 10.00-17.00 Uhr; Sa., 23.06.2018, 10.00-17.00 Uhr
Alle Termine finden in Raum EG1 der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie, Horner Weg 170, 22111 Hamburg statt.

Intersektionalität als Ansatz und Anspruch, Machtkategorien in ihrer vielseitigen Verwobenheit mit einander zu denken, bietet die Möglichkeit komplexer Analysen gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Macht "funktioniert" in neoliberalen Zeiten auf Basis von unhinterfragten Normen und Regierungs-Rationalitäten. Diese sind durch ihre mediale Omnipräsenz gleichsam unsichtbar für alle, die den normativen Vorgaben einigermaßen entsprechen, oder sprich: selbst nicht markiert werden.

Lebenswelten und -chancen hängen aber genau davon ab, wie Individuen entlang der verschiedenen Machtkategorien positioniert sind. Neben der Verwobenheit struktureller Kategorien und der Situierung spielt auch der Kontext eine Rolle, um intersektionale Analysen und Praxen entwickeln zu können. Intersektionale Ansätze und ihre Wurzeln in sozialen Bewegungen wie Black Feminism und kritische Wissenschaften wie Postcolonial sowie Disability Studies liefern die theoretischen Bausteine für dieses Seminar.

Ziel des Seminars ist es, Ursprung, Bedeutung und mögliche Praxisfelder von Intersektionaltität kennen zu lernen und auszuloten. Dabei sollen zentrale Begriffe wie Vielfalt, Diversity, Mehrfachdiskriminierung und Heterosexismus geklärt; Konzepte wie Critical Race Studies oder Critical Whiteness nachvollziehbar gemacht, aber auch die Bedeutung der UN-BRK und der Barrierefreiheit erarbeitet werden.

Anwendungsperspektiven sollen einerseits für die Ausbildung und Praxis im Bereich der Sozialen Arbeit sowie andererseits für die Möglichkeiten der Selbstreflektion und den kritischen Umgang mit normativen Diskursen und Anrufungen aufgemacht werden.