Einladung zur Tagung am 16. September 2016

Inklusiver Arbeitsmarkt - zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren

Arbeitsmarkt und Inklusion? Sind dies nicht zwei Begriffe, die in einer globalisierten, von Leistungsdruck und Wettbewerb geprägten Welt miteinander unvereinbar sind? Die kapitalistische Wirtschaftslogik beruht geradezu auf der Exklusion derer, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht genug zur wirtschaftlichen Produktivität und Leistungssteigerung beitragen können oder wollen - sofern es überhaupt Arbeit gibt.

Zudem ist der Arbeitsmarkt nach wie vor von strukturellen Ungleichheiten geprägt, die ein hohes Potential für Ungleichbehandlung und Exklusion aufweisen. In Deutschland verdienen Frauen deutlich schlechter als Männer, wie das Statistische Bundesamt alljährlich mitteilt. Menschen mit Migrationshintergrund werden am Arbeitsmarkt massiv benachteiligt. Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Personen ist doppelt so hoch wie die nicht-schwerbehinderter. Die Zahl der Beschäftigten in exklusiven Einrichtungen wie Werkstätten für behinderte Menschen steigt stetig.

Dennoch bekennen sich die Vertragsstaaten in Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention dazu, einen "inklusiven Arbeitsmarkt" herzustellen. Was ist damit gemeint? Geht es dabei nur um Fragen von Veränderungen im Bestehenden? Geht es um ausgleichende Maßnahmen und die Vertretung und Durchsetzung von partikularen Interessenlagen? Oder geht es vor dem Hintergrund anhaltender Finanz- und Systemkrisen auch um grundsätzlichere Fragen?

Die Tagung wird der Sozialpsychologe Harald Welzer, einer der wichtigsten Vordenker unserer Zeit und zuletzt Mitinitiator der Gesprächsreihe "Welches Land wollen wir sein?", mit einem Beitrag einleiten, der die Bedeutung von Inklusion für eine zukunftsfähige Kultur des Lebens und des Wirtschaftens reflektiert. Anschließende Vorträge u.a. von Corinna Rüffer, Kathrin Römisch und Christian Judith thematisieren sowohl den menschenrechtlichen Anspruch der Inklusion als auch vielfältige Barrieren, die sich seiner Durchsetzung in der Arbeitswelt entgegen stellen. Vorgestellt werden Konzepte und Geschichten, die schließlich die Frage für eine Podiumsdiskussion mit Horst Frehe, Stefanie Nennstiel, Bertold Scharf sowie Martina Spirgatis aufwerfen: Wann kommt der inklusive Arbeitsmarkt?

Veranstalter ist das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) in Kooperation mit umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V..

Wir freuen uns auf ihre Teilnahme!

Veranstaltungsdatum: 16. September 2016.
Veranstaltungsort: Das Rauhe Haus, Wichern-Saal, Horner Weg 190, 22111 Hamburg
Anmeldeschluss: 31.07.2016
Teilnahmegebühr: 30 Euro, ermäßigt 10 Euro

Inklusiver Arbeitsmarkt
zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren

Inklusiver Arbeitsmarkt zwischen menschenrechtlichem Anspruch und vielfältigen Barrieren

Tagung in Hamburg | 16. September 2016

Weitere Informationen


Ev. Hochschule Hamburg für Soziale Arbeit & Diakonie.
Stiftung Das Rauhe Haus
ZeDiSplus. Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung
Horner Weg 170
22111 Hamburg

Telefon: (040) 655 91-183
Telefax: (040) 655 91-183
E-Mail: info@zedis-ev-hochschule-hh.de

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