Verehrte Interessierte,

hiermit möchten wir Sie/Euch auf die nachfolgenden Veranstaltungen der nächsten Woche hinweisen:

Montag, 20. Oktober 2014, 16.30-18.00 Uhr, Edmund-Siemers-Allee 1, Ostflügel, Raum 221

Prof. Dr. Johannes Richter, Sozialpädagoge, Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie, Hamburg
Dekonstruktion, Macht und "helfende Beziehung" - Wie wir kritische Soziale Arbeit und Disability Studies zusammen denken können

Der Beitrag fragt nach den Parallelen von Disability Studies und (kritischer) Sozialer Arbeit. Anlass ist der im April d.J. vollzogene Wechsel des ZeDiS an die Ev. Hoch-schule für Soziale Arbeit & Diakonie in Hamburg. In der handlungswissenschaftlichen Fachdebatte wird zur Markierung der in Frage stehenden Schnittstellen gewöhnlich auf Schlagwörter wie "Differenz-Sensibilität", "Inklusion" usw. zurückgegriffen. Der Handlungsbezug führt dabei nicht selten zu einer Verkürzung bzw. Trivialisierung der zugrunde liegenden theoretischen Bezüge und Grundannahmen. Diese sollen im Vortrag "eingeholt" werden und zwar auf drei Ebenen: Zunächst wird durch einen Ausflug in die Geschichte verdeutlicht, dass der Gegenstandsbezug von Disability Studies und Sozialer Arbeit eher die disziplinäre Aufspaltung als das Zusammengehen beider Perspektiven problematisch erscheinen lässt. Im Folgenden wird dann die anti-methodische "Haltung" der Dekonstruktion näher erläutert und auf den Machtbegriff als verbindende soziologische Kategorie bezogen. Abschließend wird diskutiert, inwiefern die "helfende Beziehung" de-konstruktivistisch reformulierbar ist ohne zentrale ethische Grundsätze aufzugeben.

Und dann findet wieder unsere Kooperationsveranstaltung mit der AG Queer Studies statt - Achtung, anderer Ort und andere Zeit!

Mittwoch, 22. Oktober 2014, 19.00-21.00 Uhr, Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Matthias Vernaldi, "Sexybilities - Sexualität und Behinderung", ASL e.V., Berlin & Stephanie Klee, highLights-Agentur, Berlin
Die Freiheit nehm´ ich mir … Sexualität leben - wider die Moral

Zu Beginn der Veranstaltung soll in der Gesamtrunde darüber gesprochen werden, wie die Teilnehmer_innen Sexualität definieren und welchen Stellenwert diese für sie hat. Daran anschließend stellen sich Stephanie Klee und Matthias Vernaldi vor und berichten von ihren Arbeitsfeldern. Daraus ergeben sich Anknüpfungspunkte für Diskussionen, zum Beispiel über die Freiwilligkeit und gegenseitige Lust beim Sex (nicht nur bei Sexarbeitern), die Koppelung von exklusiver Beziehung und sexueller Treue, die Zuschreibung von Attraktivität und Erotik auf Körper, die nicht in die übliche Normierung passen (nicht nur bei behinderten Menschen). Wenn es sich anbietet, können anstehende Diskussionsthemen in gesonderten Gruppen besprochen werden. Stephanie Klee und Matthias Vernaldi geben während der Diskussionen immer wieder ergänzende und weiterführende Inputs.

Solidarische Grüße,

Das ZeDiS-Team


Ev. Hochschule Hamburg für Soziale Arbeit & Diakonie.
Stiftung Das Rauhe Haus
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