Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freund*innen und Unterstützer*innen des ZeDiSplus,
verehrte Interessierte,

hiermit möchten wir Sie/Euch auf die nächste Veranstaltung im Rahmen unserer Ringvorlesung Inklusion, Partizipation und Antidiskriminierung. Zum Stand der Umsetzung von Menschenrechten in deutschen Bildungseinrichtungen hinweisen:

Dienstag, 10.11.2020, 18:00 - 19:30 Uhr

Bitte beachten: Die Veranstaltung findet digital über das Meeting-Tool Zoom statt. Bitte melden Sie sich einmalig hier (am unteren Ende der Seite) für Ihre Teilnahme an. Es empfiehlt sich, die Zoom-App auf Ihrem Endgerät zu installieren. Den Einladungslink mit der Meeting-ID erhalten Sie mit separater e-Post vor Veranstaltungsbeginn.

Marco Miguel Valero Sanchez, Leibniz Center for Science and Society (LCSS), Leibniz Universität Hannover

Zur Inklusion von Wissenschaftler*innen mit nicht-sichtbarer Beeinträchtigungen und chronischen Krankheiten an deutschen Universitäten

Mit Inkrafttreten des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (kurz: UN-BRK) im Jahr 2008 hat sich die Debatte um Chancengleichheit, Inklusion und Teilhabe deutlich forciert (Degener, 2010; Klein & Schindler, 2016). Mit Blick auf den Hochschulbereich soll sichergestellt werden, dass Menschen mit Behinderungen einen diskriminierungsfreien und gleichberechtigten Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung haben (Art. 24, UN-BRK). Auch am Arbeitsplatz ist jegliche Diskriminierung zu unterbinden und das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf gerechte, günstige, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen zu schützen (Art. 27, UN BRK).

Während die gegenwärtige Hochschulforschung prioritär die Situation von Studierenden mit Behinderungen in den Blick nimmt (u.a. Kerst, 2016; Poskowsky et al., 2018), liegen für (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen an deutschen Hochschulen bislang keine belastbaren Forschungsergebnisse vor (Konsortium Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs, 2017). Auch die internationale Forschung hat sich bislang erst vereinzelt mit der Situation von (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen mit Behinderungen beschäftigt (u.a. Waterfield et al., 2018). Dies gilt in besonderer Weise für Wissenschaftler*innen mit sogenannten nicht-sichtbaren Behinderungen, also Beeinträchtigungen und chronischen Krankheiten, deren Symptome und Verläufe für Dritte weitgehend unsichtbar sind (Mullins & Preyde, 2013).

Vor diesem Hintergrund wird sich der Vortrag explizit mit der Situation von (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen mit nicht-sichtbaren Beeinträchtigungen und chronischen Krankheiten an deutschen Universitäten beschäftigen. Hierzu werden erste Forschungsergebnisse eines Dissertationsprojektes präsentiert, bei dem problemzentrierte Interviews mit promovierten Wissenschaftler*innen mit unterschiedlichen nicht-sichtbaren Beeinträchtigungen geführt wurden. Im Rahmen des Vortrags wird zum einen theoretisch erörtert, was unter dem Begriff „Nicht-sichtbare Beeinträchtigungen“ zu verstehen ist und inwiefern „Unsichtbarkeit“ eine Kategorie sozialer Ungleichheit im Hochschulbereich darstellt. Zum anderen wird empirisch der Prozess des Offenlegens beziehungsweise Nicht-Offenlegens nicht-sichtbarer Beeinträchtigungen und chronischer Krankheiten sowie die Vereinbarkeit zwischen nicht-sichtbaren Beeinträchtigungen und der Arbeit und Beschäftigung an Universitäten dargelegt.

Solidarische Grüße,

Das ZeDiSplus-Team


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